ZTA Ausgabe 2/2026 "Gemeinsam wachsen"

Die zweite ZTA-Ausgabe im Jahr 2026 ist nicht streng an ein Thema oder Feld angelehnt. Wir haben dem Heft den gegeben, denn in besonderer Form verbindet die hier versammelten Texte der theoretische Bezug auf Beziehungsorientierung, Kokreativität, Partizipation und Beziehungsgestaltung.

Mike Breitbart eröffnet den Reigen mit einem Beitrag, der das systemische Genogramm mit transaktionsanalytischen Gedanken und Modellen verknüpft. Er bringt uns das Genogramm als ›transgenerationale Landkarte des Skripts‹ näher – ein spannender Ansatz.

Stephanie Gauchel Text Wiederentdeckung eines Klangkörpers verknüpft Kokreativität und Körperarbeit auf (buchstäblich) spielerische Weise, setzt sich intensiv mit TA-Modellen und einigem mehr auseinander und setzt all dies auf eine spannende Weise in dem beschriebenen Coachingprozess ein.

Aus der englischsprachigen TA-Welt ist Trudi Newton mit einem Bei-trag zur relationalen TA im Bereich Lernen und Bildung vertreten. Sie setzt sich gezielt mit der beziehungsorientierten Sicht der TA im Bildungsbereich aus-einander. Dabei geht es ihr vor allem um die Frage, wie ›Bildungstransaktionsanalyse‹ den Beziehungsansatz weiter fördern kann.

Brigitte Schröder-Harmening beschäftigt sich in ihrem Text ebenfalls mit dem Bildungsbereich, genauer: mit der Bedeutung von Selbstwirksamkeitserfahrungen in der Schule. Ausgerüstet mit einer Auswahl von Modellen der TA nähert sie sich ihrer Fragestellung, zeigt anhand praktischer Beispiele Auswege aus der Passivität und legt dabei den Zusammenhang von Skript und Selbstwirksamkeit offen.

Dr. Katharina Gnirke stellt in ihrem Beitrag das von ihr entwickelte Konzept der salutogenen Führungsarbeit vor, das der Prävention von Burnout-Dynamiken dienen soll. Burnout-Dynamiken beschreibt die Autorin dabei als Prozesse zunehmender Verengung von Bezugsrahmen, Sinn und Handlungsspielräumen im Zusammenspiel von Person, Beziehung und organisation. Prävention entsteht aus ihrer Sicht dort, wo Führung Kohärenz im Arbeitskontext stärkt – durch achtsame Differenzierung, resonanzfähigen Kontakt und verantwortete Partizipation.

Rolf Reiner Kiltz erläutert seine Gedanken zu den Antreibern, die ihm bei seiner Beschäftigung mit Narzissmus im Rahmen einer langjährigen Begleitung einer Klientin gekommen sind. Dabei ist ihm die Erweiterung der von Kahler, Goulding und anderen Autor:innen herausgearbeiteten klassischen Antreiber um den, so Kilz, »spezifisch narzisstischen« siebten Antreiber »Sei etwas Besonderes« wichtig. Diesen Antreiber setzt er in seinem Beitrag mit anderen Modellen der TA in Beziehung.

Abgerundet wird das Heft durch drei Rezensionen. Die unter dem Titel Zufall – Ereignis – Geistesgegenwart erschienenen Lebenserinnerungen von Helmut Harsch hat Nora Borris gelesen. Sie empfiehlt das Buch besonders denen, die sich für die Geschichte der Transaktionsanalyse im Dialog mit Psychoana-lyse, Pastoralpsychologie und Kirche interessieren.

Kirsten Biskup empfiehlt das Buch Verbunden mit dir und anderen. Grundlagen zur Persönlichkeitsentwicklung von Kathrin Jörns und Peter Bremicker.

Zu guter Letzt bespricht Ilse Brab das von Günther Mohr und Tina Bühner geschriebene kleine Handbuch Narzissmus von A bis Z. Das Buch bietet interessante Einsichten in die Dynamiken narzisstischer Muster im Bereich des »Alltagsnarzissmus« und deren Lösungsmöglichkeiten.

Wir wünschen wie immer viel Freude beim Lesen und Stöbern in diesem zweiten Heft des Jahres 2026.

Eyke Greve und Wolfgang Kausler

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