Natur und Identität

Welche gesellschaftlich-kulturelle Aufgabe kommt Berater:innen und Therapeut:innen angesichts ökologischer Krisen (z. B. der Klimakatastrophe) zu?

Der Mensch ist als Naturwesen untrennbar mit seiner Umgebung verbunden. Die Trennung zwischen Mensch und Natur bzw. Körper und Geist ist ein gesellschaftlich konstruiertes Phänomen.

Die Ereignisse dieses Sommers machen deutlich: Die Klimakatastrophe ist keine Zukunftsmusik mehr, sondern betrifft unser Erleben im Hier und Jetzt. Um Menschen auch in Beratungskontexten wieder näher an ihre eigene Natur und Umwelt heranzuführen, nutzt die Autorin Sabine Rickels zwei differenzierte Beratungsebenen:

Natursensible Beratung:

nutzt Natursymbole, -metaphern und Sprachbilder, auch in Indoor-Settings, um innerpsychische Themen und Widersprüche zu verdeutlichen.

Naturgestützte Beratung:

direkt im äußeren Naturraum. Die beraterische Dyade (Berater:in – Klient:in) wird zu einer naturtherapeutischen Triade (Berater:in-Klient:in-Natur).

„Wir sind aufgefordert, Menschen in ihrer Naturbezogenheit und allen damit verbundenen Implikationen wahrzunehmen und zu unterstützen und dies auch in unsere beraterischen Prozesse einzubeziehen. Es ist Teil unserer Aufgabe, die gesellschaftliche Entwicklung hin zu mehr Verbundenheit und Verantwortung nicht nur gegenüber Menschen, sondern auch gegenüber allem Nichtmenschlichen zu fördern.“ (Sabine Rickels)

Den vollständigen Beitrag „In und mit der Natur beraten – Identitätsentwicklung auf neuen Wegen“ findest Du in der ZTA 2, 2023 oder hier im download